Nicht-binär in der Schweiz

Wir wollen untersuchen, welche Schwierigkeiten und Unterstützung in der Schweiz wohnhafte nicht-binäre Personen in ihrem täglichen Leben erfahren. In Fokusgruppen können Teilnehmer*innen ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Bedürfnisse miteinander teilen. Alle Gruppen werden von einer nicht-binären Person moderiert. Aus den Erkenntnissen der Gruppen wollen wir Vorschläge herausarbeiten, wie die Inklusion von nicht-binären Menschen in der Gesellschaft, der Politik und dem Gesundheitssystem der Schweiz verbessert werden kann.

Loren Schaad betreut durch Tabea Hässler (Universität Zürich) und Léïla Eisner (Universität Lausanne)

Identitätsabstreitung und Wohlbefinden bei bi- und pansexuellen Personen

In der 2019 Umfrage des Schweizer LGBTIQ+ Panels gaben plurisexuelle (z. B. bi- und pansexuelle) Teilnehmende signifikant schlechteres Wohlbefinden als homosexuelle Teilnehmende an. Zusätzlich berichteten sie über besondere Herausforderungen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Bisher wurde wenig erforscht, warum genau diese Minderheitengruppe ein so grosses Risiko für Probleme mit der psychischen Gesundheit aufweist und inwiefern sich Diskriminierungserfahrungen von homo- und plurisexuellen Personen unterscheiden. Auf vorheriger Forschung aufbauend vermuten wir, dass die Identitätsabstreitung und Marginalisierung von sexueller Orientierung hohe Stressfaktoren im täglichen Leben sein können (Maimon et al., 2019). Diese Studie erforscht, inwiefern die Identitätsabstreitung von plurisexuellen Identitäten durch LGBTIQ+ und cis-heterosexuelle Personen mit dem Wohlergehen von Schweizer bi-, pan- und anderen plurisexuellen Personen assoziiert ist.

Cynthia Thöni betreut durch Tabea Hässler (Universität Zürich) und Léïla Eisner (Universität Lausanne)

Wie Diskriminierung das Wohlbefinden von Angehörigen sexueller Minderheiten beeinflusst

Ziel dieser Arbeit war es, besser zu verstehen wie Diskriminierung das Wohlbefinden von Angehörigen sexueller Minderheiten beeinflusst. Es werden Unterschiede in Diskriminierungserfahrungen und im Wohlbefinden zwischen verschiedenen Untergruppen der LGBTIQ+ Community beleuchtet. Des Weiteren wird ein umfassendes Gesamtmodell untersucht, welches die Rolle von verinnerlichter LGBTIQ+ Negativität, Verbundenheit zur LGBTIQ+ Szene, sozialer Unterstützung und Stolz untersucht.

Patrizia Eicher betreut durch Tabea Hässler (Universität Zürich) and Léïla Eisner (Universität Lausanne)